Die Jugendfischerei wurde 1999 eingefuehrt im Sinne einer
zusaetzlichen, sinnvollen Freizeitgestaltung. Für Stadtverwaltung und
Aufseher kam von
Anfang an nur eine tierschonende und kontrollierte
Fischerei in Frage.
Der Kanton als Oberhoheit der Fischerei erlaesst die Vorschriften.
Unsere wurden ergänzt bezueglich schonende Fangmethoden,
Geraete und Koeder um die Fische vor Verletzungen zu schuetzen.
Zugelassen sind Jugendliche von 12 – 16 Jahren.
Sie besuchen einen obligatorischen Einfuehrungskurs.
Das Patent kostet Fr. 10.- und ist jeweils für eine Saison gueltig.
Sie dauert vom 1. Mai bis Ende Oktober. Es darf an Werktagen gefischt werden,
von 07.00h bis 20.00h. Waehrend der Saison werden weitere Kurse
im Sinne der sauberen Fischerei und zu aktuellen Themen durchgeführt.
Aus unseren Vorschriften:
Fangmethoden, Geraete
Nur Zapfenfischen mit einfacher Angel und natuerlichem Koeder ist erlaubt.
Das Grundfischen, eine weitverbreitete Methode, ist bei uns verboten. Verletzungsrisiko weil die Angel vom Fisch geschluckt werden kann.
Widerhaken an der Angel sind bei uns verboten. Grund: Verletzungsgefahr.
Selbst das Material, aus dem die Angel hergestellt wird, ist bei uns vorgegeben.
Anfassen der (zurueckzuversetzenden) Fische: nur mit nasser Hand. Grund: Verletzungsgefahr des für die Fische wichtigen Schuppen-Schleimes mit Krankheitsfolgen.
Resultat: bis heute noch keinen einzigen
kranken Fisch gesehen oder gefangen!
Hecht und Egli (Barsch) sind im
April und Mai wegen Laichzeit geschont.
Waehrend der Schonzeit, muessen diese in den Weiher zurueckversetzt werden.
Mindestmass für Hecht
50 cm
Kleinere muessen
zurueckversetzt werden.
Fangstatistik
Jeder Fisch, der nicht zurueckversetzt wird, muss im Fangbuechlein eingetragen werden.
Die Fangstatistik gibt wertvolle Aufschluesse über Fischpopulation und Bewirtschaftung
Seit 1977 wird dem Weiher nur noch Quellwasser zugefuehrt. Die gute Wasserqualität und die reichhaltige Pflanzenwelt erlauben eine umfassende Bewirtschaftung mit verschiedenen Fischsorten, wie neuerdings mit Edelkrebs.
Von Fruehjahr bis Sommer gibt es Phasen, wo das Wasser - bedingt durch Plankton und die jeweilige Algenbluete - getruebt ist. Fuer’s Auge nicht schoen, für die Fische aber keineswegs negativ, denn Plankton ist die Nahrungsgrundlage für die Kleinfische und deren Naehrtiere.
Ab dem 17. Altersjahr besteht die Moeglichkeit,
an der Thur zu fischen, eine Flussstrecke von ca. 42 km. 16- und
18-jaehrige erhalten ein Patent mit reduziertem Preis.
Die wichtigsten Fische sind
Bachforellen, Aeschen und Barben.
Aufseher Guido Bundi war viele Jahre auch Aufseher an der Thur.
Die "rauhen" Fischer werden glüueklicherweise
immer seltener. Neue Generationen folgen, welche die
Fliegenfischerei oder
Zapfenfischerei mit feinsten kuenstlichen Nymphen betreiben.
Verletzungen sind äusserst selten.
Bei Forellen und Aeschen gilt ein
Mindestmass.